Kanzlei Schneider & von Pronay

Steuernews

Kein Firmenwagen bei Minijob

Kein Firmenwagen bei Minijob

Steuersparmodell

Mit Urteil vom 10.10.2018 (Az. X R 44-45/17, veröffentlicht am 27.2.2019) hat der Bundesfinanzhof (BFH) ein Gestaltungsmodell gekippt, das sich in letzter Zeit steigender Beliebtheit erfreute. Ein Gewerbetreibender beschäftigt seine Ehefrau im Rahmen eines Minijobverhältnisses steuer- und sozialversicherungsfrei und überlässt ihr einen Firmen-Pkw. Die Privatnutzung wurde nach der sog. 1-%-Methode ermittelt und versteuert und auf den monatlichen Lohnanspruch angerechnet. Den vereinbarten Arbeitslohn zog der Unternehmer als Betriebsausgabe bei seinen Einkünften aus Gewerbebetrieb ab.

Fremdunübliche Gestaltung

Der BFH hat dieses Modell als „fremdunüblich“ beurteilt und die steuerliche Anerkennung aberkannt. Die „selbstbeteiligungsfreie Nutzungsüberlassung“ eines Firmenwagens für Privatfahrten an einen familienfremden „Minijobber“ hält der BFH für ausgeschlossen. Das vorinstanzliche Urteil wurde aufgehoben. Das Urteil betrifft im Allgemeinen auch die Überlassung eines Firmenwagens an Vollbeschäftigte mit geringerem Gehalt. Die Überlassung eines Firmenwagens kann auch hier unter Umständen als fremdunüblich gelten.

Stand: 28. März 2019

Bild: Kaesler Media - Fotolia.com

Kanzlei Schneider & von Pronay Kanzlei Schneider & von Pronay - Idar-Oberstein work Hauptstr. 119-121 55743 Idar-Oberstein Deutschland work +49 (0) 6781 94 52 0 fax +49 (0) 6781 94 52 30 kanzlei-svp.de 49.71832 7.30491
Kanzlei Schneider & von Pronay Kanzlei Schneider & von Pronay - Morbach work Erbachstraße 49 54497 Morbach Deutschland work + 49 (0) 6533 95 95 0 fax +49 (0) 6533 95 95 10 kanzlei-svp.de 49.80807 7.13645
Atikon Atikon work Kornstraße 15 4060 Leonding Österreich work +43 732 611266 0 fax +43 732 611266 20 www.atikon.com 48.260229 14.257369